Wir haben gewählt! - Juniorwahl des Schulzentrums Freiamt
Schon seit dem Frühjahr liefen im Schulzentrum die Vorbereitungen hinter den Kulissen, damit in den vergangenen Wochen bis zum kommenden Wochenende der Bundestagswahl alles gut vorbereitet war.Unter der Anleitung des „Wahlleiters“ Rektor Frank Viernickel organisierten die Klassenlehrer Klasse 8, 9a und 9b, Herr Thomas Lais, Frau Ines Wolter und Herr Stefan Willaredt sämtliche notwendigen Abläufe. Als Wahlhelfer unterstützten die Klassensprecher das Lehrer-Team sowohl bei der Durchführung der Wahl, als auch bei der anschließenden Stimmenauszählung, denn das Projekt zur politischen Bildung basiert auf zwei Hauptsäulen: die unterrichtliche Einbindung und eine originalgetreue Wahlsimulation.So erhielt jeder der Acht- und Neuntklässler als „Wahlberechtigte“ eine persönliche Wahlbenachrichtigung, mit der er sich am Wahltag im „Wahllokal“ der Schule legitimieren musste, um einen Stimmzettel für den Bundestagswahlkreis Nr. 283 Emmendingen-Lahr zu erhalten. War er im extra angelegten Wählerverzeichnis eingetragen, erhielt er einen Stimmzettel, den er in der bereitgestellten Wahlkabine geheim ausfüllen konnte. Die Wahlhelfer achteten aufmerksam darauf, dass alles von der Legitimation bis zur Stimmabgabe korrekt ablief.
Unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert nehmen parallel zur Bundestagswahl 2017 eine Million Jugendliche an bundesweit 3.478 Schulen an der Juniorwahl teil – eine Rekordteilnahme! Für Rektor Frank Viernickel und sein Team ist es ein wichtiger Anlass, mit den Schülerinnen und Schülern Politik hautnah und realistisch zu erleben: „Bei der Juniorwahl geht es um das Üben und Erleben von Demokratie. Das Projekt soll Schülerinnen und Schüler frühzeitig an das Thema Wahlen und Politik heranführen und sie auf die künftige Partizipation im politischen System vorbereiten. Neben der Motivation, zur Wahl zu gehen, soll Begeisterung und Interesse an Politik geweckt werden und somit die Grundlage für späteres gesellschaftliches Engagement.“
Dass sich der Einsatz lohnt, bestätigen mehrere wissenschaftliche Untersuchungen des Projekts von verschiedenen Universitäten. So zeigte sich, dass der Anteil der Nichtwähler/-innen bei den Erstwähler/-innen von 22 auf unter 7 Prozent sank und sich die Wahlbeteiligung der beteiligten Eltern um durchschnittlich 4 Prozent; teilweise um bis zu 9 Prozent erhöhte!
„Wir führen an unserer Schule dieses Projekt zum ersten Mal durch“, so Viernickel „und sind gespannt, wie es von den Schülerinnen und Schülern angenommen wird. Natürlich sind wir auch neugierig auf das Wahlergebnis – das darf aber auch erst am Wahlsonntag nach 18.00 Uhr bekanntgegeben werden! Auf die Feier einer „Wahlparty“ haben wir diesmal verzichtet, aber – wer weiß, wie es beim nächsten Mal sein wird?“


